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Aufgrund des erforderlichen, hohen Energie-Einsatzes beeinträchtigen Problemfassaden einerseits die Lebensqualität und belasten andererseits die Umwelt.

Abhilfe kann in solchen Fällen nur eines der unterschiedlichen Wärmedämmverbundsysteme schaffen: Als Trägermaterial werden immer Polystyrolplatten oder mineralische Dämmplatten verwandt. Diese wer- den je nach Gegebenheit im reinen Klebeverfahren bzw. im Klebeverfahren mit zusätzlicher Verdübelung oder mechanischer Schienenbefestigung angebracht. Diese mechanische Art der Befestigung erspart die kostenintensive Entfernung alter Baustoffe und Farben sowie die aufwendige Reinigung des Fassadenuntergrunds.

Auf die Platten wird Armierungsmasse ­ entweder zementgebunden oder dispersionshaltig ­ bzw. Deckputz in mineralischer oder kunststoffmodifizierter Form als Deckschicht aufgetragen. Eine Alternative zu diesen Deckschichten ist die Verwendung von Flachverblendern, Riemchenklinkern oder Fliesen. Sogar die Errichtung einer fugenlos hinterlüfteten Vorhangfassade ist möglich. Hinsichtlich des langfristigen Erfolges einer sorgfältig geplanten Wärmedämmung ist es wichtig, ausschließlich Systemkomponenten zu verwenden,

die aufeinander abgestimmt sind. Dann sind die unmittelbaren Folgen Energie-Einsparung, parallel dazu Ressourcenschutz, verminderter CO2-Ausstoß, Schallisolation und nicht zuletzt Verlagerung des Taupunktes aus dem Mauerwerk.

Auch hinsichtlich der Gestaltung ist vieles machbar, um den ursprünglichen Fassaden-Charakter zu bewahren bzw. die neu entworfene Fassade maßstabsgetreu umzusetzen. Beispielsweise können Fassadenprofile aus Altglas als Standardprofile oder als Anfertigung geordert werden. Zahlreiche Dämmstoffstärken geben zusätzlichen Gestaltungsfreiraum und auch die Farbgebung ­ natürlich immer unter Berücksichtigung der spezifischen Eigenschaften der einzelnen Systeme ­ kommt nicht zu kurz (der Hellbezugswert von Putzen und Farben muß größer als 20% sein).

Selbstverständlich sollten bei Fassaden-Wärmedämmungs-Arbeiten gleichzeitig die Auswirkungen von Problemfassaden wie beispielsweise Feuchtigkeitsschäden, Kältebrücken und Rißbildungen mit behoben bzw. erwartungsgemäßen Extrembelastungen im Sockelbereich mittels einer Perimeterdämmung vorgebeugt werden.

 
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